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Die Ökonomie darf nicht zur Leit -
perspektive unseres Zusammenlebens
werden
Die Wirkung war spürbar: Der Vortrag von
Dr. Carsten Lotz, Theologe und Philosoph,
eröffnete neue Perspektiven. Er zeichnete
ein eindrucksvolles Bild unserer gesellschaft-
lichen Entwicklung – von der Hoffnung auf
eine bessere Zukunft hin zu einer Zeit, die
von Sorgen und Ängsten geprägt ist.
Sein Appell war klar: Die Ökonomie darf
nicht zur Leitperspektive unseres Zusam-
menlebens werden, sondern die Ethik.
„Zukunft ist kein Produkt unserer Pläne.
Sie entsteht in der Begegnung mit dem
An deren. Verantwortung für den anderen
Menschen ist die Bedingung für eine
menschliche Zukunft.“ Diese Worte be-
rührten und regten zum Nachdenken an.
In der anschließenden Diskussion, mode-
riert von Kommunikations-Coachin Nadja
Gabriel, brachten die Gäste eigene Ideen
ein – von kleinen Gesten im Alltag bis hin
zu großen gesellschaftlichen Initiativen. Es
wurde deutlich: Zusammenhalt beginnt im
Kleinen, wirkt aber im Großen.
Kathinka-Platzhoff-Stiftung · 63
Für die Zukunft wünschen wir uns, dass
der Martinsempfang noch stärker als Platt-
form für Austausch und Vernetzung ge-
nutzt wird. Wir möchten weitere Akteure
aus Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein-
beziehen und gemeinsam Wege finden,
wie wir eine menschliche Zukunft gestal-
ten können. Der Abend hat gezeigt, wie
wichtig es ist, Verantwortung füreinander
zu übernehmen – in der Familie, in der
Nachbarschaft, in der Stadtgesellschaft.
Genau dafür wollen wir weiterhin Räume
schaffen.
Denn wir sind überzeugt: Wenn Menschen
füreinander einstehen, entsteht das Funda -
ment, das unsere Gesellschaft zusammen-
hält.

